Schweizer Z-Stammtisch

Nach dem Tod von Claude Zimmerli, dem Initator des Schweizer Z-Stammtisches, hat unser Stammtischmitglied Urs hinter den Kulissen gewirkt und das Team vom Bernerhof in Burgdorf orientiert, sowie die nächsten Stammtischtermine und Anderes organisiert.
Danke für dein Engagement auch an dieser Stelle, Urs!

Am Juni-Stamm vom 28. Juni waren wir zu sechst im Keller des Bernerhofs. Nichts war wie immer. Claude mit seinen stets reichhaltigen Boxen, Anlagen und seiner Präsenz hinterlässt eine nicht zu schliessende Lücke, psychisch wie physisch.
Während einer Minute haben wir innegehalten und in Gedanken unsere Erinnerungen an ihn aufleben lassen.
Wir sind sicher, dass es in Claudes Sinne wäre, wenn wir den Stamm weiterleben lassen und uns wie bisher am letzten Samstag des Monats um ca. 17:00 Uhr im Keller des Bernerhofs treffen.

Claudes Eltern haben dem Stammtisch eine kleine hübsche Z-Anlage aus seiner Sammlung vermacht. Deren weitere Verwendung steht bisher noch nicht fest, aber wir werden an den kommenden Terminen sicher Ideen haben…die SNCF 150 Y fährt schon mal Probe

Urs wird bis auf Weiteres mit dem Bernerhof in Kontakt sein. Ich werde in Absprache mit ihm im ZFI-Forum jeweils vorher kommunizieren, falls ein Stamm nicht stattfinden kann.
Es würde uns freuen, wenn wir uns auch weiterhin mehr oder weniger zahlreich in Burgdorf treffen.

Hier zur Übersicht die restlichen Termine des Jahres 2025:

November: 29.11.2025 / 17:00
Dezember: Kein Stamm aufgrund Betriebsferien Bernerhof

Kleine Anmerkung in eigener Sache:
Da ich seit Juni einer „geregelten“ Arbeit ohne Schichterei nachgehe, besteht die Chance, dass ich künftig öfters mal die 230 km nach Burgdorf unter die Räder nehme, als bisher geschehen.

Schweizer TEE-Legende

Der Rae TEE der SBB in 1:220

Einer der elegantesten Züge der „goldenen TEE Zeit“ in den 1960er Jahren ist fraglos der Vierstromzug der Schweizerischen Bundesbahnen. Als RAe-Tee“ bezeichnet, wurden die Züge zwischen 1961 und 1967 in Betrieb genommen und verkehrten als „Gottardo“, „Cisalpin“, „Ticino“, „Edelweiss“ und „Iris“ zwischen europäischen Metropolen wie Paris, Mailand, Amsterdam und Brüssel. Als mehrsystemfähiger Zug entfiel der Lokwechsel an Landes- und Stromsystemgrenzen, was den Betrieb stark vereinfachte. Die Züge waren für die Schweiz, Italien, Frankreich, Luxemburg, Belgien, Niederlande und Deutschland ausgerüstet und zugelassen. Im Herbst 1988 endete der TEE-Betrieb mit den komfortablen Zügen.

Der historische Zug bei der Einfahrt in Landquart, Graubünden

Nach der TEE-Ära wurden die RAe umbestuhlt, teilweise renoviert und in zwei Grautönen umlackiert. Die nun als RABe-EC bezeichneten Garnituren erhielt aufgrund der Aussenfarbe den Übernamen „Graue Maus“. Von Zürich ausgehend erreichten die Züge wieder Mailand und neu Stuttgart. Nach wiederholten technischen Schäden wurden zwei Züge verschrottet. Die verbliebenen beendeten als TGV-Zubringer auf der Strecke Bern – Frasne, im französischen Jura gelegen, ihre Laufbahn 1999.

Als TGV Zubringer im Bahnhof von Kerzers mit Fahrtziel Frasne
Morgendliche Einfahrt in Bern HB
Lokparade 1997 in Lausanne
Der Barwagen mit Eleganz der 60er Jahre
Gediegener Reisekomfort à la TEE

MIt der Realisierung des TEE-Modells 88730 in der Baugrösse Z setzen Märklin und AZL diesem Zug ein schönes Denkmal.

Weitere Varianten des Zuges werden bald folgen, lasst euch überraschen!

Modell: Komplette Neukonstruktion eines 6-teiligen RAe in Zusammenarbeit mit der Fa. AZL. Umsetzung in Kunststoff und Metall. Vorbildgerecht angetriebener Motorwagen.
Spitzenbeleuchtung der Triebköpfe mit warmweißen LED. Lichtwechsel 3x weiß 2 x rot. Eingebaute Inneneinrichtungen in allen Wagen. Haftreifen. Kurzgekuppelte Spezialverbindungen zwischen den Fahrzeugen, die nur zu diesem Zug passen. Länge des Zuges 670 mm.

Nordhalben in 1:220

Spur Z Anlage Nordhalben von Spur Z Atelier Karl Sinn

Im bayerisch-thüringischem Grenzgebiet liegt die Gemeinde Nordhalben. Ein gutes Stück unterhalb des Dorfes befindet sich der kleine Endbahnhof kompakt im engen Tal des Flüsschens Rodach. Die Rodachtalbahn aus Kronach kommend verband den Ort ein gutes Jahrhundert lang mit dem Rest der Welt, bevor ein Grossteil der Gleise anfangs der 2000er Jahre abgebaut wurde. Lediglich im oberen Teil betreiben die Eisenbahnfreunde Rodachtal den Streckenabschnitt Nordhalben – Steinwiesen mit Sonderfahrten einer Schienenbus-Garnitur.

Das Modell in 1:220 auf einer Fläche von 2.10 x 0.80 m gibt das Vorbild gemäss dem Wunsch des Auftraggebers im Zeitraum 1910 bis 1920 wieder. Somit die Blütezeit des Bahnhofs mit allen Gleisanlagen. Nach Vorbildaufnahmen wurden sowohl die Gebäude eigens gefertigt, als auch die grossflächige Holzverladung mit den auffälligen Waldrodungen ausgiebig dargestellt. Das Gleismaterial von Eckhard König trägt mit seiner feinen Nachbildung der Weichen und Schienen zum stimmigen Bild bei.

Mir wurde die Ehre zuteil, die Anlage kurz vor der Auslieferung ausgiebig zu fotografieren und mit verschiedenem Rollmaterial ab Epoche 3 bis in die heutige Zeit im Betrieb zu filmen.

Güterzug mit einer BR 86 vor der Abfahrt
Mit (fast) vorbildrichtigem heutigen Rollmaterial
Vollbelegung der Gleisanlagen mit einem Pilgerzug aus den 1970er Jahren
Das dominierende Ladegut wird quasi direkt am Bahnhof geerntet
Nordhalben in 1:220

Weitere Informationen und Bilder:
http://www.spur-z-atelier.de/
https://www.rodachtalbahn.de/

Zahnradfabrik

Zu aktuellen Tests und Versuchen passend der Güterwagen Bauart Oppeln im Design der Zahnradfabrik Friedrichshafen, besser bekannt als ZF. Der Wagen von Montageservice Schuster ist ein kleines Schmuckstück mit seiner speziellen Farbgebung. Und die Zahnräder? Eigentlich mag ich Metall als wertigen und haltbaren Werkstoff. In den Getrieben der Z Lokomotiven ist das auch so, aber auch deutlich hörbar.
Kunststoff reduziert dort das Laufgeräusch deutlich.
Zahnräder vlnr. Märklin alt, Märklin neu, AZAR.
Belastungstests werden zeigen, ob der Kunststoff von @azar_models den Kräften in den Märklin-Loks gewachsen ist.

Imposanter Sechsachser

Die Re 6/6 von Märklin wurde im Januar 2022 als Neuheit vorgestellt. Die Auslieferung der 88240 verschob sich einige Male bis in den April 2024. Aufgrund einiger technischer Neuerungen mit entsprechendem Konstruktionsaufwand ist die Verzögerung durchaus nachvollziehbar – und sie hat sich schon auf den ersten Blick gelohnt! Grund genug, den alten Re 6/6 – Bericht über Vorbild und SZL-Modell auszugraben und zu ergänzen!


Unbekannter Gotthardklassiker in 1:220

Wer an die Gotthardbahn denkt, dem kommen unweigerlich Lokomotiven wie das Krokodil oder die Ae 6/6 in den Sinn. Neben diesen Klassikern gibt es viele weitere Loktypen, die Jahrzehnte auf der anspruchsvollen Bergstrecke im Einsatz waren: Be 4/6, Ae 8/14, Re 6/6, C 5/6 und viele mehr. Die Ae 4/6 kommt einem sicher nicht als erste in den Sinn. Die Loks waren eng mit der grossen Ae 8/14 11852 verwandt, hatten aber einige technische Mängel. So verwundert es nicht, dass die Loks beim Personal nicht sehr beliebt waren und quasi sang- und klanglos allesamt verschrottet wurden. Erhalten blieb einzig ein Führerstand.

SMZ ist seit Jahren für spezielle Modelle in 1:220 bekannt und liefert fein detaillierte, technisch gut funktionierende Modelle mit angepassten Grossserienfahrwerken. Bei der Ae 4/6 kommt z.B. das Chassis der Märklin E 18 zur Anwendung. Verschiedene Detailierungsgrade und auch eine digitale Ausführung sind geplant. Weitere Details zum Modell finden sich hier. Für eine Fertigung sind 20 Vorbestellungen nötig. Das Bild zeigt ein erstes Vorserienmuster.

Crowdfunding für den TGV

Update 04. März 2024: Der TGV in 1:220 kommt! Mit einer Summe von fast 100000 Euro steht die Finanzierung und das Projekt wird Fahrt aufnehmen. Die Auslieferung ist für 2025 geplant. Freuen wir uns, dass mit Hilfe vieler Z-Freunde dieses Modell aufgegleist werden kann!

Crowdfunding, also die Vorfinanzierung neuer Projekte, die die Möglichkeiten des Initiators übersteigen, ist seit Jahren ein bekannter Weg, eine Idee, oder ein neues Produkt auf den Weg zu bringen. Nehmen wir zum Beispiel https://azar-models.com/ aus Frankreich, die seit einigen Jahren mit Modellen nach französischen Vorbildern den Markt bereichern.
Das Projekt „Kleinster TGV der Welt“ benötigt ein Startkapital von 70000 Euro um einen siebenteiligen Zug zu konstruieren und zu fertigen. Das bedeutet in diesem Fall, dass AZAR etwas über 100 Vorbestellungen braucht, um von der Projektphase in eine Fertigung zu gehen.

Ich habe mich entschieden, dieses Projekt mit 650 Euro zu unterstützen und einen digitalen TGV in oranger Ursprunglackierung zu bestellen: Das siebenteilige Set enthält den digitalisierten Weltrekordzug von 1981, der nummeriert und mit Echtheitszertifikat in einer Premium-Box geliefert wird. Dazu noch eine „Bahn- und Ausstellungsszene“, also wohl eine Art Aufstelldiorama.

Nach meiner Einschätzung hat AZAR das Knowhow und damit unser Vertrauen verdient, um diesen TGV zu realisieren. Beteiligungen sind via
https://de.ulule.com/tgv-echelle-z/ wählbar.
Ulule ist dabei lediglich das Crowdfunding-Portal.

Und warum ein TGV? Ich finde dessen erste Generation immer noch beeindruckend und vor allem formschön. Für mich zusammen mit dem Shinkansen der Inbegriff eines schnellen und komfortablen Zuges. Live habe ich ihn nur ein einziges Mal gesehen. 1996 im Bahnhof Lausanne. Und jetzt möchte ich ihn bald dreissig Jahre später live auf der Julierbahn sehen.

Morant’s Curve remastered

Herrje, das 2023 neigt sich dem Ende, ohne dass ich bisher meine wichtigeste Z-Aktivität des Jahres gezeigt habe. Wobei sich das „meine wichtigste Z-Aktivität“ auf das Abholen des überarbeiteten Moduls „Morant’s Curve“ aus den Werkshallen des Spur Z-Ateliers Karl Sinn beschränkte…zu mehr wichtigen Z-Aktivitäten langte die Zeit wieder mal nicht.
Eine wirklich sehenswerte Fotosession steht auch noch aus, dieses Bild soll aber einen Vorgeschmack bieten. Nur soviel: Was Karl hier geschaffen hat, ist einfach überwältigend. Und das muss ich einfach mal detailliert ablichten.
Erste bewegte Bilder von rollenden Zügen gibt es derweil auf dem YouTube-Kanal:


SBB-Pendelzug auf der Julierbahn

Fast schon ein Klassiker ist der geschobene SBB-Pendelzug mit Re 460 und EW IV Wagen auf der Julierbahn. Die siebenteilige Komposition wurde seit 2004 an jeder Ausstellung bestaunt, weil sie stets pannenfrei auf der steigungs- und kurvenreichen Anlage funktionierte.
In meiner Phantasie ist der Zug der IC 13 von Zürich über Chur und die Julierstrecke ins italienische Chiavenna.

Nach vielen Jahren habe ich jetzt, im März 2023, mal ausprobiert, ob dieser Zug immer noch so einwandfrei läuft…und nebenbei einige Details der Anlage „abgeflogen“ 😉