Das blaue Wunder
Ein Diorama – um die Idee der geplanten Wanderausstellung zum Thema „Das blaue Wunder“ bei Sponsoren, Touristikmanagern und den Besuchern verschiedener Vorträge anschaulich machen zu können. Dies war die Idee, die Ernst Bromeis, Initiant des „blauen Wunders“ und Arno Wilhelm, einem befreundeten Modellbahner in den Sinn kam. Statt vieler Worte ein Diorama, das zeigt, wie die in Containern befindliche Ausstellung bewegt werden kann und wie sie sich den Besuchern präsentieren könnte. Welcher Massstab sich für tragbare und doch Alles zeigende Darstellungen eignet, war schnell klar – spätestens beim Anblick der Julierbahn, die einige Zeit in Arnos Keller verweilte. In einem ersten Gespräch klärten wir ab, was alles gezeigt werden sollte und wie gross das Schaustück werden durfte. Ein Hafen, eine Strasse, eine Bahnstrecke und ein (Berg-)Dorf waren gewünscht, wie ein Koffer transportierbar und robust sollte es sein.
Worum es geht
Nun ist immer vom „blauen Wunder“ die Rede, aber worum handelt es sich eigentlich? Im folgenden einige erklärende Zeilen zu diesem gleichermassen reizvollen, wie eindrücklichem Projekt:
„Graubünden – das blaue Wunder“ bringt das Wasser zu den Menschen – aber auch die Menschen zum Wasser.
Mit dem Durchschwimmen der Seen Graubündens wurde im Sommer 2008 dem Element Wasser eine zweimonatige Plattform gegeben. Nicht zuletzt durch die professionelle Fotodokumentation wurde die Schönheit des Elements Wasser den Menschen nähergebracht.
Die Multimediashow ab Winter 2008/2009 zeigte mit ausser- gewöhnlichen Bildern und Musik die Poesie des blauen Wunders auf.
Soweit die bisherigen Aktionen. 2010 nun soll das blaue Wunder auf die Schweiz ausgedehnt werden. Ernst Bromeis wird mit seinen blauen Containern durch die Schweiz touren und das Element des Lebens auch in anderen Kantonen den Menschen näher bringen.
Das Diorama
Schon beim ersten Kennenlernen spürte ich die Begeisterung, die Ernst ausstrahlte. Seine Tour durch alle Seen im Jahr 2008 war mir noch in guter Erinnerung und schon damals empfand ich grosse Bewunderung für die sportliche Leistung und die visionäre Idee.
Die erste Zusammenkunft im August 2009 gab die Eckdaten vor. Der Stichtag für die Präsentation des Dioramas war der 8. Dezember 2009, an diesem Tag fand eine Präsentation bei der RhB-Direktion statt. In der verbleibenden Zeit mussten Container, Figuren und Bausätze beschafft, die Gestaltung eines Hafens mit einem Schiff geplant und das Ganze in unseren dichten Terminplan integriert werden. An dieser Stelle sei einigen Z-Freunden gedankt, die meine Frage nach einem Containerschiff in ZFE-Forum kompetent und mit hilfreichen Links beantworteten. Arno baute in Rekordzeit eine durchdachte Box, welche von Ernst die blaue Farbe bekam. Und es konnte losgehen mit dem blauen Wunder…

So fing das blaue Wunder in 1:220 für mich an: 40 Container mussten blau lackiert werden. Mit Conrail blue von Floquil war das eine lösbare Aufgabe, auch wenn der Blauton etwas vom Enzianblau der echten Container abweicht. Trotzdem – ich war froh, als der letzte Container blau lackiert war und die Wände meines Arbeitszimmers noch weiss…

Für Ernst fotografierte ich vorab die Container mit Beschriftung auf der Julierbahn um die machbare Qualität zu demonstrieren…

So ähnlich soll das auch im Original aussehen, natürlich mit einigen Besuchern mehr als hier in Surava.

Derweil hatte Arno eine geniale Kiste gezimmert und Ernst seinen Beitrag in Form eines schönen blauen Lacküberzugs geleistet. Der Dioramenbau konnte starten.

Auch der Transport der Ausstellung sollte thematisiert und dargestellt werden. Das Thema Wasser auf dem Wasser zu transportieren, liegt natürlich nahe, auch wenn der einzige grosse Hafen der Schweiz in Basel nicht gerade zu Anfang ein Standort der Ausstellung sein dürfte. Aber wer weiss, wohin es die blauen Boxen noch verschlägt…?

Ein wichtiges Element ist der Transport der Container per Bahn. So lassen sich auch Regionen in den Alpen erreichen – entsprechend steigt das Gelände um die Bahnstrecke herum auch an.
Mit 10mm Styrodurplatten lässt sich die Landschaft schön herausarbeiten.

Ein Überzug mit Gips vollendet den Berg – man hätte das natürlich auch aus dem Vollen (Styrodur) herausarbeiten können…











Nachfolgend noch einige Detailaufnahmen des gestalteten Dioramas ohne Kommentare…
















