Dieselloks

Die gesuperte V200 von Märklin

Die V90 von Märklin bricht aus dem jahrelangen Standardschema von Märklin komplett aus. Mit herkömmlichen Modellen hat sie eigentlich nur noch die Kupplung gemeinsam. Leider ist die V90 ein ausgesprochenes Leichtgewicht: Knapp über 16 Gramm sind keine gute Basis für ordentliche Zugkraft.


Lange haben die Zetties warten müssen auf die klassische V 200. Mit der Insiderpackung 81175 wurde der Traum wahr und ein zeitgemässes Modell darf nun bei mir seine Runden drehen. Die vordere Schürze unter der Pufferbohle wurde mit Polystyrol verschlossen. Bremsschlauchnachbildungen und die Heizkupplung werden die Lok sicher irgendwann komplettieren. Was eine geänderte Maschinenraumnachbildung bewirkt, seht ihr hier.


Einer der meistgebauten Klassiker ist die V 200.1 mit der Nummer 8820. Sie hielt schon im Jahr 2000 Einzug in meine Sammlung und wurde auch bald bearbeitet. Standardumrüstung: Frontschürze verschliessen, Ausrüstung an die Pufferbohle, etwas Blei und ein Decoder. Das Foto stammt auch noch aus dieser Zeit 😉


Die Epoche III-Variante der V200.1 kam erst 2004 als 88201 in die Prospekte. Dunkle Räder, 5-poliger Motor und eine deutlich erweiterte Bedruckung verhelfen zu neuer Attraktivität. Eine komplette Pufferbohlenausrüstung vor verschlossener Frontschürze und grössere Puffer machen sich auch nicht schlecht.

Die Ludmilla 88132 von Märklin in der Version der Firma Schauffele macht in ihrer auffälligen Farbgebung durchaus was her. Auch auf die Ohren gibt es was – ein Velmo-Sounddecoder übertönt bis zum gemächlichen Streckentempo die sonstigen typischen Antriebsgeräusche erfolgreich. Der Anlassvorgang ist wirklich beeindruckend wiedergegeben. Zwecks Tiefenwirkung habe ich die zahlreichen „Lochbleche“ und Lüftergitter mit verdünnter schwarzer Farbe ausgelegt. Und ein Lokführer macht es sich in einem Führerstand gemütlich.

Der Tm II Rangiertraktor der SBB hat es mir schon immer angetan. Diese witzigen kleinen „Würfel“ findet man im Jahr 2026 kaum noch irgendwo auf einem Schweizer Nebengleis. Das Modell von Z-Modellbau Andreas Scheibe war lange Zeit das kleinste selbstfahrende Z-Modell. Als Krönung ist noch die Version ohne Türen des Laderaums dargestellt. Auch wenn letzterer sehr mit Flaschen und Kisten vollgestellt ist, fragt man sich, wo denn der Antrieb des 9 Gramm leichten Winzlings steckt…

Mit der neuen Form der V200.0, erkennbar an den grossen Seitenfenstern, war auch eine korrekte Nachbildung der SBB Am 4/4 möglich. Sogar die in der Schweiz angebrachten Schalldämpfer wurden nachgebildet. Das Modell 88311 aus dem Jahr 2015 zeigt, wie sinnvolle Produktpflege aussehen kann.


Die Di3 628 der norwegischen Staatsbahnen NSB ist ein exotischer Hingucker. Auf meinen sommerlichen Anlagen hat die Schneepfluglok definitiv nichts zu räumen. Aber mein Gipsschneediorama passt als Thema durchaus. Spannend die Technik, die auch den Kaufanreiz für die 88362 ausmachte: Metallgefülltes Kunststoffgehäuse, Glockenankermotor und endlich richtige Nohab-Drehgestelle. Die Schneepflüge mildern zusammen mit weiteren Details auch die vermurksten Nasen des skandinavischen Klassikers.

Die MY1132 der Dänischen Staatsbahn DSB röhrt durch den Wald und das ist durchaus wörtlich zu nehmen! Der Sounddecoder, der in diesem tollen Modell von Freudenreich Feinwerktechnik verbaut ist, lässt buchstäblich die Anlage erzittern. Einrucksvoll sind die wahren Proportionen des Nohab-Diesels realisiert. Neben der Märklin-Maschine darf man sie eigentlich nicht platzieren, deren seltsame Form fällt dann nämlich zu sehr auf…

Die SNCF BB 67411 von AZAR ist die erste Lok mit einem Gehäuse aus Kunststoff-Spritzguss des französischen Anbieters. Auch wenn der Kunststoff teilweise etwas sehr glänzt, stimmt das Qualitätsniveau von Anfang an. Dies gilt auch für die sehr guten Fahreigenschaften, Glockenanker mit Schwungmassen sei Dank. Auch an der ausgewogenen Detaillierung ist nichts auszusetzen – dieses Modell macht Lust auf mehr.

SNCF CC72071 – so die Bezeichnung meines zweiten AZAR-Diesels. Wie die kleinere Lok ist auch die zweite stimmig. Und so haben wir hier eine gelungene Nachbildung des mächtigen sechsachsigen Vorbilds, die Freude macht. Dem speckigen Kunststoff der Drehgestelle habe ich mit etwas Betriebsverschmutzung entgegengewirkt.