Le Capitole in 1:220

Le Capitole, der edle SNCF Vorzeigezug – möglicherweise schon bald in Spur Z!

AZAR lanciert nach dem schönen TGV nun einen weiteren Klassiker. Für mich ist die Version 1960 mit der wunderbaren BB9200 einer der schönsten Züge überhaupt.

Für Freunde späterer Jahrzehnte wurde auch ein Zug mit der CC6500 aus den 1970er und 80er Jahren aufgelegt.

Die Start-Finanzierung erfolgt dieses Mal durch direkte Vorbestellung und einem Zielbetrag von 75000 Euro, der bis zum 30. April 2026 erreicht werden soll. Beide Versionen werden einmalig aufgelegt.

Vorbestellungen und weitere Informationen unter  https://capitole.azar-models.com/fr/3-coffrets-capitole

Spur Z und die KI?

Was passiert, wenn man den folgenden Befehl einer künstlichen Intelligenz – KI zum Auftrag gibt: „Erstelle eine Präsentation über die Geschichte der Modellbahn Spur Z“

Das Ergebnis nach ca. 20 Sekunden:

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1. Die Geburtsstunde (1972)

Der Startschuss fiel auf der Nürnberger Spielwarenmesse 1972. Märklin überraschte die Fachwelt mit einer Sensation, die viele anfangs für ein Spielzeug oder ein technisches Ding der Unmöglichkeit hielten.

  • Entwickler: Helmut Killian (Chefkonstrukteur bei Märklin).
  • Markenname: „Märklin mini-club“.
  • Hintergrund: In den 70ern wurde Wohnraum knapper. Märklin suchte einen Weg, eine komplette Anlage auf die Größe eines Aktenkoffers zu schrumpfen.

2. Warum eigentlich „Z“?

Die Namensgebung war ein Marketing-Schachzug mit einer Prise Endgültigkeit:

  • Das Ende des Alphabets: Man wählte das „Z“, um zu symbolisieren, dass eine noch kleinere Spurweite technisch und physikalisch schlicht nicht mehr sinnvoll machbar sei.
  • Der Maßstab: 1:220.
  • Die Spurweite: Nur 6,5 mm (das ist schmaler als ein Bleistift!).

3. Technische Meilensteine & Rekorde

Die Spur Z ist nicht nur klein, sondern auch ein technisches Wunderwerk.

JahrEreignisBedeutung
1972Launch der Baureihe 03 und V200Erste Serienmodelle der Welt in diesem Maßstab.
1978Guinness-Buch der RekordeEin Spur-Z-Zug legte 720 km in 1.219 Stunden zurück – Weltrekord für Zuverlässigkeit auf kleinstem Raum.
1980er5-poliger MotorEinführung feinerer Motoren für sanfteres Anfahren bei niedrigen Geschwindigkeiten.
HeuteGlockenankermotorenModerne Modelle nutzen Hochleistungsmotoren für fast lautloses Gleiten.

4. Die „Kofferanlage“ – Das Alleinstellungsmerkmal

Die Spur Z ermöglichte Hobbyisten etwas völlig Neues: Mobilität.

  • Integration von kompletten Landschaften in Schreibtischtische, Aktenkoffer oder sogar Gitarrenkoffer.
  • Kein Bedarf mehr für einen ganzen Hobbykeller; ein Esstisch genügt für eine vollwertige Anlage.

5. Internationalisierung und Wettbewerb

Lange Zeit war Märklin der Alleinherrscher im Z-Segment. Doch das änderte sich:

  • USA: Micro-Trains Line (MTL) und American Z Line (AZL) brachten riesige amerikanische Güterzüge und Dieselloks auf die Schienen.
  • Japan: Die Firma Rokuhan revolutionierte den Markt vor einigen Jahren mit modernem Gleisbett-Zubehör und innovativer Elektronik.
  • Digitalisierung: Trotz der winzigen Größe gibt es heute digitale Decoder, die so klein sind, dass sie in die Loks passen – eine enorme Leistung der Mikroelektronik.

6. Fazit: Ein Nischenprodukt mit Seele

Die Spur Z ist heute mehr als nur ein „kleiner Bruder“ der Spur H0. Sie ist ein Sammlerobjekt für Perfektionisten.

  • Vorteil: Enorme Zuglängen auf wenig Platz (z.B. ein maßstäblicher Güterzug mit 40 Wagen).
  • Herausforderung: Hohe Präzision bei der Gleisreinigung nötig (Staub ist der größte Feind der 6,5-mm-Spur).

Witz am Rande: Wenn du eine Lok der Spur Z verlierst, schau nicht im Hobbyraum nach, sondern kontrolliere lieber, ob sie nicht versehentlich in deiner Kaffeetasse gelandet ist!

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Ab hier befinden wir uns wieder in der Realität meiner bescheidenen menschlichen Intelligenz.
Wer die obigen Zeilen aufmerksam durchliest, findet viel Wahres, aber auch einige Fehler. Die Fünfpoler z. B. kamen erst ab den 2000er Jahren. Nachfolgend ochmals etwas KI, diesmal grafischer Art:

Modellbahn-Szene mit zwei roten Lokomotiven, einem Waggon und einem Miniaturauto. Ein Arbeiter steht auf der Lok, während eine Figur vor dem Auto sitzt.
Das Originalbild, aufgenommen im Jahr 2013
Modellbahnbereich mit zwei roten Lokomotiven, einem Zugwaggon, einem Modellauto und Figuren in einer Wiesenlandschaft.
Das Bild bearbeitet mit KI: „Füge eine trockene Wiese im Vordergrund hinzu. Ersetze den Hintergrund durch eine bewaldete Hügellandschaft.
Der Artitec-Bagger ist ein wunderbares Modell in 1:220. Ihn zu einem motorisierten und beweglichen Modell zu machen, das dürfte in physikalische Grenzbereiche führen und wäre vor allem unbezahlbar. Für eine KI ist es hingegen ein Leichtes, dem Winzling Leben einzuhauchen.

Neben den obigen Bildern ist auch die verschneite Julierbahn des Beitragsbildes nicht real. Nein, keine Beschneiung mit Puderzucker… Wie man unschwer sieht, es ist durchaus erstaunlich mit der KI und eigentlich auch beängstigend. Was hier in unserer kleinen Hobbywelt als Gag für Schmunzeln sorgt, das sorgt in 1:1 mehr und mehr für täuschend echt wirkende Fake-Bilder und -Videos. Die (a)sozialen Medien sind zunehmend voll mit diesem KI-Mist. Wer dem KI-recherchierten Beitag oben zu 100% vertraut, wird mit einigen Fehlern beglückt.

Ich kann euch aber beruhigen. Hier auf zettzeit.ch könnt ihr glauben, was ihr lest. Es kommt real von mir, geschrieben mit Erfahrung, bestem Wissen und Gewissen. Sollte KI im Spiel sein, ist sie als solche gekennzeichnet. Garantiert!

Lokparade Lausanne 1997

Für Freunde des Schweizer Alteisens:
Heute habe ich meine Aufnahmen der Lokparade zum Jubiläum aus dem Jahr 1997 endlich mal appetitlich verarbeitet und zusammengestellt.
Videoqualität und Kameraführung entsprechen meinen Möglichkeiten damals…

Faszinierend und den Bezug zur Spur Z herstellend…wir haben jetzt doch schon einige der dort gezeigten Fahrzeuge verwirklicht. Aber es gibt auch noch genügend zu tun.

SBB RABe EC – Die graue Maus – Update

Der RABe EC wird exklusiv bei zettzeit.ch erhältlich sein.

Update 18.01.2026: Aufgrund verschiedener Rückmeldungen und Fragen hier noch einige Anmerkungen und Erklärungen zum RABe – und grundsätzlich auch zum weitgehend baugleichen RAe-Pendant von Märklin. Zudem kursieren in manchen Foren und sozialen Medien verschiedene Meinungen zu den Zügen, die wohl allesamt auf den Katalogbildern basieren. Da ich ein Vorserienmodell des RAe-TEE seit November hier live vor Ort begutachten kann, habe ich inzwischen einige Erfahrungen im wahrsten Wortsinn machen können und gebe euch hier einen kleinen Vorgeschmack – leider noch ohne detailliertes Bildmaterial.

Lieferverzögerung: Einige Vorbesteller kontaktierten mich bezüglich Lieferdatum. Vereinzelt wurde deswegen die Vorbestellung auch wieder rückgängig gemacht und der Entäuschung über die Verzögerung dieser Art Ausdruck gegeben. Meine klare Haltung hier: Lieber fehlerfreie Modelle, als zig Rücksendungen infolge Kinderkrankheiten. Da die Züge aus China geliefert werden, wären hier zahlreiche Reklamationen und die daraus entstehenden Kosten oder möglicher Nachbesserungsaufwand fatal. Für mich, für Märklin und natürlich für AZL/SZL. Somit stehen die technische Ausgereiftheit und eine hohe Auslieferungsqualität an erster Stelle.

Betriebstauglichkeit: Die Züge sollen den Radius 195 mm störungsfrei befahren. Die Kupplung der Wagen und die „Ansteuerung“ der Faltenbalg-Nachbildung erfordern eine komplexe Mechanik mit wenig Spielraum für Fertigungstoleranzen und zu aufwendiger Montage. Diese Übergänge sind deutlich komplexer als alle, die wir in Spur Z bisher hatten.
Die beim Vorbild sehr weit nach unten ragenden Wagenkästen verdecken dort einen grossen Teil der Drehgestelle. Beim Z-Modell lässt sich eine gewisse „Hochbeinigkeit“ trotz oben beschnittener Drehgestelle aufgrund der zu befahrenden Radien nicht vermeiden. Auslenkende Blenden, die bei anderen Baugrössen angewendet werden, lassen sich in 1:220 nicht wirklich zuverlässig und gut montierbar realisieren. Aus normalem Blickwinkel wirkt der Zug absolut elegant und nicht hochbeinig, wie es die Katalogbilder vermuten lassen.
Der Maschinenwagen hat die vorbildrichtige Achsfolge (A1A) (A1A). Die mittleren Achsen sind beim Modell nachgebildet, aber nicht angetrieben. Die dort nicht vorhandenen Spurkränze und die leicht höhere Einbaulage führen zu besseren Fahreigenschaften und höherer Traktion, aber auch zur seitlichen Nicht-Sichtbarkeit auf Makroaufnahmen, weil die Blenden der Drehgestelle sehr weit nach unten ragen. Es fallen hier fast nur die naturgemäss überdimensionierten Z-Spurkränze auf. Im Anlagenbetrieb ist es schlicht nicht auffällig.
Die angetriebenen Achsen haben diagonal versetzt auf je einer Achse einen Haftreifen. Steigungen bis ca. 3% dürfte der Zug bewältigen. 4% und enge Bögen, wie auf der Julierbahn, lassen ihn ins Stocken kommen.

Technik: Der Zug ist elektrisch ein Lokzug mit Lok in der Mitte. Alle Wagen nehmen von allen Rädern Strom über die Achsenden (nicht zu verwechseln mit Achsspitzen) auf. Zwischen den Wagen gibt es keine elektrische Verbindung. Die Modellvarianten von SZL sind ab Werk mit warmweisser Innenbeleuchtung ohne Strompufferung versehen, die Steuerwagen haben Lichtwechsel 3x warmweiss / 2 x rot. Aufgrund der Achslagerung laufen die Wagen nicht sehr leicht und sie sind auch nicht leichtgewichtig. Darin ist begründet dass der sehr schwere Motorwagen in starken Steigungen dennoch gut zu tun hat. Der Motor mit 2 Schwungmassen ist aber kräftig genug a la AZL Diesellokmodellen.

Detaillierung: Die Form ist gut getroffen, das Zugbild mit den Faltenbälgen auch in Kurven durchaus geschlossen. Stirn- und Seitenfenster sind passgenau und formrichtig wiedergegeben. Auf die Scheibenwischer wurde verzichtet – hier bin ich an einer Nachrüstlösung. Die Scharfenberg-Kupplung ist ein Einsteckteil, Nachbildungen der Leitungen gibt es nicht. Mit Ausnahme des Motorwagens sind alle Wagen mit einer Einrichtung – auch in den Führerständen – versehen, die durchaus noch farbliche Nachbearbeitung vertragen würde.

Das Dach des Motorwagens mit gleich 4 ineinander verschachtelten Pantografen ist stimmig mit farbig abgesetzten Dachleitungen. Die Pantografen aus Metall sind weniger grob, als die von Märklin gewohnten und auch weniger fein, als die von Harald Freudenreich konstruierten Sommerfeld-Scheren. Verschiedene Schleifstücke sind wie beim Vorbild montiert. Hier gibt es dann noch eine genauere Betrachtung.

Fazit: Obwohl ich vielleicht nicht 100% unbefangen urteile – der Zug ist in beiden Versionen ein tolles Modell. Wer das Vorbild ob seiner Eleganz bewundert und Freund der gediegenen Züge vergangener Zeiten ist, wird dieses Modell feiern. Ich bin sicher, die Geduld lohnt sich!

Modell eines Zuges auf einer Miniaturbahn, umgeben von grünem Gras und einer felsigen Landschaft.
Vorserienmodell in TEE-Farbgebung auf der Julierbahn

Stand Januar 2026 befinden sich die Modelle noch in Überarbeitung von Details. Die Verspätung ist begründet mit technischen Anpassungen bei der Kurvenläufigkeit. Der Preis ist noch nicht endgültig festgelegt, dürfte sich aber im Bereich von CHF 550.- bewegen. Gerne nehme ich Vorbestellungen via zettzeit@gmail.com entgegen.

Vorbild: Die SBB Rae TEE wurden in den späten 1980er Jahren umgebaut, renoviert, neu bestuhlt und umlackiert. Sie liefen fortan zweiklassig als RABe Eurocity auf den Strecken Zürich – Stuttgart und Zürich – Milano. Mit ihrer hellgrau-dunkelgrauen Lackierung bekamen sie den Übernamen „Graue Maus“. Die letzten Einsätze Mitte der 1990er Jahre erfolgten als Zubringer von Bern zum TGV Lausanne -Paris ins französische Örtchen Frasne.

Modell: Swiss Z Lines, deren Messingmodelle nach Schweizer Vorbild vielen noch bekannt sein dürften, produziert den Zug als fein detailliertes Kunststoffmodell.

Die Eigenschaften gleichen dem Märklin Modell 88730, welches auch von SZL/AZL produziert wird: Vorbildgerecht angetriebener Motorwagen. Spitzenbeleuchtung der Triebköpfe mit warmweißen LED. Lichtwechsel 3x weiß 2 x rot. Eingebaute Inneneinrichtungen in allen Wagen. Haftreifen. Kurzgekuppelte Spezialverbindungen zwischen den Fahrzeugen, die nur zu diesem Zug passen. Länge des Zuges 670 mm.
Weitere Eigenschaften: Innenbeleuchtung mit warmweissen LED, Glockenankermotor mit zwei Schwungmassen, Antrieb auf vier Achsen des Motorwagens.

Ein historischen Zug TEE steht am Bahnsteig, umgeben von Passagieren und anderen Zügen in einem Bahnhof.

24. Modellbahntage Stetten

Modellbahntage Stetten – Insider wissen, dass diese Ausstellung ein Garant für hochstehende Qualität der gezeigten Exponate steht. Zum 24. Mal fand am 03. und 04. Januar 2026 dieser Event im kleinen Örtchen an der Donau statt. Mit dabei erstmals die Julierbahn, die nach 8 Jahren zum ersten Mal wieder der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Entstaubt und im Untergrund leicht renoviert war zuverlässiger Fahrbetrieb möglich und die Zuschauer hatten ihre Freude an den Zügen und den vielen kleinen Szenen auf der Anlage. Dass sich die Ausstellenden in Stetten wohlfühlen ist kein Geheimnis und ich kann es nur bestätigen. Gefühlt hilft der ganze Ort mit, damit es allen Gästen gut geht.
Danke an dieser Stelle an den MEC Stetten für die tolle Organistaion!
https://www.mec-stetten-donau.de/
In diesem Video geht es nicht nur um die Modellbahnanlagen, sondern auch um das Drumherum, Anreise im Camper und etwas vom Drumherum.

Nachfolgend einige Impressionen, die nicht den Anspruch auf Vollständigkeit haben.

Bauarbeiten auf der Julierbahn

Derzeit wird an der Julierbahn gearbeitet. Auch real! Damit die Züge bald wieder zuverlässig rollen. Nach 21 Jahren ist die Gleislage nicht mehr ganz perfekt.
Die Julierbahn wird am 03. und 04. Januar seit langer Zeit wieder ausserhalb meiner vier Wände zu sehen sein. Die 24. Stettener Modellbahntage sind ein schöner Rahmen, dessen Besuch sich für Zetties besonders lohnt – neben der Julierbahn ist noch eine weitere attraktive Z-Anlagen zu bewundern!

Beim Bau hilft der wunderbare Zweiwege-Bagger von Artitec kräftig mit. Was für ein tolles Modell!
Ein Grossteil der Arbeit findet aber im Untergrund statt – die letzte Bogenweiche fliegt raus.
Auch die Wiesen gehören entstaubt, Flurin und Gieri Cavegn sind schon fleissig mit Mäher und Heurechen dran 🙂

TGV – Der Superzug

Der TGV, einer der faszinierendsten Züge für viele Eisenbahnfreunde. Nun auch als Modell im Massstab 1:220 ausgeliefert.
Crowdfunding als Basis für ein Modell ist neu und liess einen im Winter 2024 doch zuerst zögern. AZAR, ein kleiner Hersteller von Spur Z Modellen aus Frankreich ging diesen Weg und der Mut der Firma und der Besteller wurde belohnt.

Detailansicht eines TGV Modellzuges im Maßstab 1:220 auf Schienen, mit orange-weißer Lackierung und präzisen Details.

Der kleinste TGV ist ein stimmiges Modell mit sauberem Finish und tollen Fahreigenschaften. Die Wartezeit hat sich wirklich gelohnt. Erste Testfahrten machten Mut zum schnellen Ausprobieren auf der Julierbahn. Man kann ja durchaus sagen: „Was diese Anlage pannenfrei befährt, das funktioniert überall“. Stimmt natürlich nicht in jedem Fall, ist aber zur Einordnung durchaus geeignet.

Ein Modell eines TGV-Zugs fährt über eine vierspännige Steinbrücke in einer detaillierten Landschaften mit Bäumen und Bergen im Hintergrund.

Was lange währt – Die V 90

Detailaufnahme der Diesellokomotive V 90 der DB in roter Lackierung, Modell von Märklin. Die Lok ist leicht und zeigt authentische Details, einschließlich des DB-Logos und der Modellnummer.
Scharf detailliert – die V 90

Das Warten hat seit Anfang November ein Ende – und es hat sich meiner Meinung nach gelohnt. Die neue Diesellokomotive V 90 der DB, Artikelnummer Märklin 88510 ist ein echter Hingucker. Aber mit ca. 17 Gramm auch ein Leichtgewicht.
In der Community finden seit Auslieferung durchaus kontroverse Diskussionen statt, warum das Modell so wenig wiegt und warum Märklin sie nicht mit schwereren Materialien realisiert hat. Dazu kommt von mir demnächst mal eine Einschätzung, Detailfotos, Tests und Gedanken.

Schweizer Z-Stammtisch

Nach dem Tod von Claude Zimmerli, dem Initator des Schweizer Z-Stammtisches, hat unser Stammtischmitglied Urs hinter den Kulissen gewirkt und das Team vom Bernerhof in Burgdorf orientiert, sowie die nächsten Stammtischtermine und Anderes organisiert.
Danke für dein Engagement auch an dieser Stelle, Urs!

Am Juni-Stamm vom 28. Juni waren wir zu sechst im Keller des Bernerhofs. Nichts war wie immer. Claude mit seinen stets reichhaltigen Boxen, Anlagen und seiner Präsenz hinterlässt eine nicht zu schliessende Lücke, psychisch wie physisch.
Während einer Minute haben wir innegehalten und in Gedanken unsere Erinnerungen an ihn aufleben lassen.
Wir sind sicher, dass es in Claudes Sinne wäre, wenn wir den Stamm weiterleben lassen und uns wie bisher am letzten Samstag des Monats um ca. 17:00 Uhr im Keller des Bernerhofs treffen.

Claudes Eltern haben dem Stammtisch eine kleine hübsche Z-Anlage aus seiner Sammlung vermacht. Deren weitere Verwendung steht bisher noch nicht fest, aber wir werden an den kommenden Terminen sicher Ideen haben…die SNCF 150 Y fährt schon mal Probe

Urs wird bis auf Weiteres mit dem Bernerhof in Kontakt sein. Ich werde in Absprache mit ihm im ZFI-Forum jeweils vorher kommunizieren, falls ein Stamm nicht stattfinden kann.
Es würde uns freuen, wenn wir uns auch weiterhin mehr oder weniger zahlreich in Burgdorf treffen.

Hier zur Übersicht die restlichen Termine des Jahres 2025:

November: 29.11.2025 / 17:00
Dezember: Kein Stamm aufgrund Betriebsferien Bernerhof

Kleine Anmerkung in eigener Sache:
Da ich seit Juni einer „geregelten“ Arbeit ohne Schichterei nachgehe, besteht die Chance, dass ich künftig öfters mal die 230 km nach Burgdorf unter die Räder nehme, als bisher geschehen.

Schweizer TEE-Legende

Der Rae TEE der SBB in 1:220

Einer der elegantesten Züge der „goldenen TEE Zeit“ in den 1960er Jahren ist fraglos der Vierstromzug der Schweizerischen Bundesbahnen. Als RAe-Tee“ bezeichnet, wurden die Züge zwischen 1961 und 1967 in Betrieb genommen und verkehrten als „Gottardo“, „Cisalpin“, „Ticino“, „Edelweiss“ und „Iris“ zwischen europäischen Metropolen wie Paris, Mailand, Amsterdam und Brüssel. Als mehrsystemfähiger Zug entfiel der Lokwechsel an Landes- und Stromsystemgrenzen, was den Betrieb stark vereinfachte. Die Züge waren für die Schweiz, Italien, Frankreich, Luxemburg, Belgien, Niederlande und Deutschland ausgerüstet und zugelassen. Im Herbst 1988 endete der TEE-Betrieb mit den komfortablen Zügen.

Der historische Zug bei der Einfahrt in Landquart, Graubünden

Nach der TEE-Ära wurden die RAe umbestuhlt, teilweise renoviert und in zwei Grautönen umlackiert. Die nun als RABe-EC bezeichneten Garnituren erhielt aufgrund der Aussenfarbe den Übernamen „Graue Maus“. Von Zürich ausgehend erreichten die Züge wieder Mailand und neu Stuttgart. Nach wiederholten technischen Schäden wurden zwei Züge verschrottet. Die verbliebenen beendeten als TGV-Zubringer auf der Strecke Bern – Frasne, im französischen Jura gelegen, ihre Laufbahn 1999.

Als TGV Zubringer im Bahnhof von Kerzers mit Fahrtziel Frasne
Morgendliche Einfahrt in Bern HB
Lokparade 1997 in Lausanne
Der Barwagen mit Eleganz der 60er Jahre
Gediegener Reisekomfort à la TEE

MIt der Realisierung des TEE-Modells 88730 in der Baugrösse Z setzen Märklin und AZL diesem Zug ein schönes Denkmal.

Weitere Varianten des Zuges werden bald folgen, lasst euch überraschen!

Modell: Komplette Neukonstruktion eines 6-teiligen RAe in Zusammenarbeit mit der Fa. AZL. Umsetzung in Kunststoff und Metall. Vorbildgerecht angetriebener Motorwagen.
Spitzenbeleuchtung der Triebköpfe mit warmweißen LED. Lichtwechsel 3x weiß 2 x rot. Eingebaute Inneneinrichtungen in allen Wagen. Haftreifen. Kurzgekuppelte Spezialverbindungen zwischen den Fahrzeugen, die nur zu diesem Zug passen. Länge des Zuges 670 mm.