Le Capitole, der edle SNCF Vorzeigezug – möglicherweise schon bald in Spur Z!
AZAR lanciert nach dem schönen TGV nun einen weiteren Klassiker. Für mich ist die Version 1960 mit der wunderbaren BB9200 einer der schönsten Züge überhaupt.
Für Freunde späterer Jahrzehnte wurde auch ein Zug mit der CC6500 aus den 1970er und 80er Jahren aufgelegt.
Die Start-Finanzierung erfolgt dieses Mal durch direkte Vorbestellung und einem Zielbetrag von 75000 Euro, der bis zum 30. April 2026 erreicht werden soll. Beide Versionen werden einmalig aufgelegt.
Vorbestellungen und weitere Informationen unter https://capitole.azar-models.com/fr/3-coffrets-capitole


Grüezi.
Wie es der Zufall will, habe ich gestern meine ersten Azar-Wagen mit Magnetkupplungen bekommen. Einfach toll und ich gedenke möglichst viele Fahrzeuge darauf umzurüsten. Das sind nicht nur die von Azar, sondern auch viele von Rokuhan – die EF66 kuppelt z.B. mit den Schlafwagen der series 14 quasi spaltlos. Die Schlafwagen untereinander nicht, da die Azar-Kupplungsköpfe zu kurz sind. Wir bräuchten also unterschiedliche Längen und „Familienpackungen“ der Kupplungsköpfe für die am Markt vorhandenen Modelle, die durch einfaches Umstecken umrüstbar sind (Ich hoffe, daß da im Hintergrund entsprechendes schon zwischen Azar und Rokuhan läuft)… Ich bin gespannt, was unsere französischen Freunde sonst noch realisieren werden, z.B. die vor fast exakt drei Jahren angekündigte CC6500, die ich in der auch bei dem hier vorgestellten Projekt gezeigten Farbgebung schon seit langem bestellt habe (schlicht, weil sie mir in Basel SBB mal vor die Linse fuhr) oder den „Picasso“…
Warum schreibe ich das hier zum Thema des Blogeintrags? Nun, der Zusammenhang mit der CC6500 ist wohl evident. Die Kupplungen als Umrüstlösung wiederum haben, meiner Einschätzung nach, das Potential die Umsätze der Firma anzuheben, sodaß die Möglichkeiten für Neuentwicklungen von Modellen vergrößert werden. Schauen wir mal zurück, wie Rokuhan gestartet ist: Da kam erstmal ein Angebot mit „wenig sex-appeal“ – Gleise. Aber da steckte soviel Hirnschmalz drin, daß sich das System schnell am Markt etablierte und somit die wirtschaftliche Grundlage bildete, um eine umfangreiche Fahrzeugpalette zu entwickeln. Der crowd funding Ansatz ist ja originell, aber ich sehe die Gefahr, daß er nicht mehr funktioniert, wenn er zur Regel wird. (Sollte im August das Geld für Le Capitole zusammen sein, wird dann im Oktober die nächste Kampagne für den Picasso gestartet?) Ich hatte lange überlegt, ob ich mir die Unterstützung für das TGV-Projekt vom Munde abspare. Ich hatte mich dagegen entschieden, lediglich lange vor Erscheinen vorbestellt und die Zeit bis zum Erscheinen genutzt, um die Kohle zusammen zu kratzen für den zeitnahen Erwerb nach dem Erscheinen. (Und wenn ich jetzt noch irgendwo „Spielgeld“ finde, dann geht es eher in einen TGV mit Atlantique-Lackierung, als in ein Projekt, was vielleicht irgend wann mal in ein paar Jahren zur Auslieferung kommt.)
Warum wird mit diesem Projekt ein so großes Faß aufgemacht? Warum nicht peu á peu / step by step / Schritt für Schritt vorgehen?
– Neuankündigung der UIC-Y Wagen, eine passende Lok für eine Capitol-farbene Version ist ja schon verfügbar (BB 67611, Art.Nr. L01-CA1A und L01-CA1D)
– Realisierung der vor drei Jahren angekündigten CC6500
– Neuankündigung BB9200 (https://lb.wikipedia.org/wiki/BB_9200_(SNCF)), warum nicht auch als Capitol-Version, wenn es der Werbung hilft (die stinknormale wäre für michreizvoller, aber sei es drum)
– Neuankündigung der voiture Grande Confort (https://fr.wikipedia.org/wiki/Voiture_Grand_Confort)
[Die Reihenfolge der Punkte ist zufällig und soll keine Aussagen über die zeitliche Abfolge machen.]
Möglicherweise könnte das die finanziellen Potenzen der Firma und der Kunden harmonisieren und letztlich die abgesetzten Stückzahlen vergrößern, weil nicht nur die Jäger der extraordinären Einmalserien bedient werden.
Gruß Arnim
Danke für deinen ausführlichen Kommentar Arnim.
Ich teile die Ansicht, dass es bei Finanzierung durch Crowdfunding Abnutzungserscheinungen gibt.
Wer weiss, vielleicht ticken die Franzosen da anders…
Aber ein Grossteil des Umsatzes kommt sicher aus CH und D. Gerade unsere Landsleute sind da eher konservativ nach meiner Einschätzung.
Jedenfalls begrüsse ich das Engagement von AZAR sehr. Was uns an Kleinserien zunehmend fehlt, wird durch kleine Grossserien ersetzt 🙂
Grüsse
Jens