Der RABe EC wird exklusiv bei zettzeit.ch erhältlich sein.
Update 18.01.2026: Aufgrund verschiedener Rückmeldungen und Fragen hier noch einige Anmerkungen und Erklärungen zum RABe – und grundsätzlich auch zum weitgehend baugleichen RAe-Pendant von Märklin. Zudem kursieren in manchen Foren und sozialen Medien verschiedene Meinungen zu den Zügen, die wohl allesamt auf den Katalogbildern basieren. Da ich ein Vorserienmodell des RAe-TEE seit November hier live vor Ort begutachten kann, habe ich inzwischen einige Erfahrungen im wahrsten Wortsinn machen können und gebe euch hier einen kleinen Vorgeschmack – leider noch ohne detailliertes Bildmaterial.
Lieferverzögerung: Einige Vorbesteller kontaktierten mich bezüglich Lieferdatum. Vereinzelt wurde deswegen die Vorbestellung auch wieder rückgängig gemacht und der Entäuschung über die Verzögerung dieser Art Ausdruck gegeben. Meine klare Haltung hier: Lieber fehlerfreie Modelle, als zig Rücksendungen infolge Kinderkrankheiten. Da die Züge aus China geliefert werden, wären hier zahlreiche Reklamationen und die daraus entstehenden Kosten oder möglicher Nachbesserungsaufwand fatal. Für mich, für Märklin und natürlich für AZL/SZL. Somit stehen die technische Ausgereiftheit und eine hohe Auslieferungsqualität an erster Stelle.
Betriebstauglichkeit: Die Züge sollen den Radius 195 mm störungsfrei befahren. Die Kupplung der Wagen und die „Ansteuerung“ der Faltenbalg-Nachbildung erfordern eine komplexe Mechanik mit wenig Spielraum für Fertigungstoleranzen und zu aufwendiger Montage. Diese Übergänge sind deutlich komplexer als alle, die wir in Spur Z bisher hatten.
Die beim Vorbild sehr weit nach unten ragenden Wagenkästen verdecken dort einen grossen Teil der Drehgestelle. Beim Z-Modell lässt sich eine gewisse „Hochbeinigkeit“ trotz oben beschnittener Drehgestelle aufgrund der zu befahrenden Radien nicht vermeiden. Auslenkende Blenden, die bei anderen Baugrössen angewendet werden, lassen sich in 1:220 nicht wirklich zuverlässig und gut montierbar realisieren. Aus normalem Blickwinkel wirkt der Zug absolut elegant und nicht hochbeinig, wie es die Katalogbilder vermuten lassen.
Der Maschinenwagen hat die vorbildrichtige Achsfolge (A1A) (A1A). Die mittleren Achsen sind beim Modell nachgebildet, aber nicht angetrieben. Die dort nicht vorhandenen Spurkränze und die leicht höhere Einbaulage führen zu besseren Fahreigenschaften und höherer Traktion, aber auch zur seitlichen Nicht-Sichtbarkeit auf Makroaufnahmen, weil die Blenden der Drehgestelle sehr weit nach unten ragen. Es fallen hier fast nur die naturgemäss überdimensionierten Z-Spurkränze auf. Im Anlagenbetrieb ist es schlicht nicht auffällig.
Die angetriebenen Achsen haben diagonal versetzt auf je einer Achse einen Haftreifen. Steigungen bis ca. 3% dürfte der Zug bewältigen. 4% und enge Bögen, wie auf der Julierbahn, lassen ihn ins Stocken kommen.
Technik: Der Zug ist elektrisch ein Lokzug mit Lok in der Mitte. Alle Wagen nehmen von allen Rädern Strom über die Achsenden (nicht zu verwechseln mit Achsspitzen) auf. Zwischen den Wagen gibt es keine elektrische Verbindung. Die Modellvarianten von SZL sind ab Werk mit warmweisser Innenbeleuchtung ohne Strompufferung versehen, die Steuerwagen haben Lichtwechsel 3x warmweiss / 2 x rot. Aufgrund der Achslagerung laufen die Wagen nicht sehr leicht und sie sind auch nicht leichtgewichtig. Darin ist begründet dass der sehr schwere Motorwagen in starken Steigungen dennoch gut zu tun hat. Der Motor mit 2 Schwungmassen ist aber kräftig genug a la AZL Diesellokmodellen.
Detaillierung: Die Form ist gut getroffen, das Zugbild mit den Faltenbälgen auch in Kurven durchaus geschlossen. Stirn- und Seitenfenster sind passgenau und formrichtig wiedergegeben. Auf die Scheibenwischer wurde verzichtet – hier bin ich an einer Nachrüstlösung. Die Scharfenberg-Kupplung ist ein Einsteckteil, Nachbildungen der Leitungen gibt es nicht. Mit Ausnahme des Motorwagens sind alle Wagen mit einer Einrichtung – auch in den Führerständen – versehen, die durchaus noch farbliche Nachbearbeitung vertragen würde.
Das Dach des Motorwagens mit gleich 4 ineinander verschachtelten Pantografen ist stimmig mit farbig abgesetzten Dachleitungen. Die Pantografen aus Metall sind weniger grob, als die von Märklin gewohnten und auch weniger fein, als die von Harald Freudenreich konstruierten Sommerfeld-Scheren. Verschiedene Schleifstücke sind wie beim Vorbild montiert. Hier gibt es dann noch eine genauere Betrachtung.
Fazit: Obwohl ich vielleicht nicht 100% unbefangen urteile – der Zug ist in beiden Versionen ein tolles Modell. Wer das Vorbild ob seiner Eleganz bewundert und Freund der gediegenen Züge vergangener Zeiten ist, wird dieses Modell feiern. Ich bin sicher, die Geduld lohnt sich!

Stand Januar 2026 befinden sich die Modelle noch in Überarbeitung von Details. Die Verspätung ist begründet mit technischen Anpassungen bei der Kurvenläufigkeit. Der Preis ist noch nicht endgültig festgelegt, dürfte sich aber im Bereich von CHF 550.- bewegen. Gerne nehme ich Vorbestellungen via zettzeit@gmail.com entgegen.
Vorbild: Die SBB Rae TEE wurden in den späten 1980er Jahren umgebaut, renoviert, neu bestuhlt und umlackiert. Sie liefen fortan zweiklassig als RABe Eurocity auf den Strecken Zürich – Stuttgart und Zürich – Milano. Mit ihrer hellgrau-dunkelgrauen Lackierung bekamen sie den Übernamen „Graue Maus“. Die letzten Einsätze Mitte der 1990er Jahre erfolgten als Zubringer von Bern zum TGV Lausanne -Paris ins französische Örtchen Frasne.
Modell: Swiss Z Lines, deren Messingmodelle nach Schweizer Vorbild vielen noch bekannt sein dürften, produziert den Zug als fein detailliertes Kunststoffmodell.
Die Eigenschaften gleichen dem Märklin Modell 88730, welches auch von SZL/AZL produziert wird: Vorbildgerecht angetriebener Motorwagen. Spitzenbeleuchtung der Triebköpfe mit warmweißen LED. Lichtwechsel 3x weiß 2 x rot. Eingebaute Inneneinrichtungen in allen Wagen. Haftreifen. Kurzgekuppelte Spezialverbindungen zwischen den Fahrzeugen, die nur zu diesem Zug passen. Länge des Zuges 670 mm.
Weitere Eigenschaften: Innenbeleuchtung mit warmweissen LED, Glockenankermotor mit zwei Schwungmassen, Antrieb auf vier Achsen des Motorwagens.

