September17

Zu den beliebtesten Lokomotiven, ob beim Vorbild oder als Modell, zählt sicherlich die E 94. Die wuchtige sechsachsige Lok strahlt schon mit ihrem Aussehen unwiderstehliche Kraft aus, ohne die nötige Gelenkigkeit zu vernachlässigen. Das "Deutsche Krokodil", bei der DR durchaus liebevoll als "Eisenschwein" tituliert ist fraglos eine der gelungensten Lokomotivkonstruktionen. Dies gilt im übrigen auch für die Z-Nachbildungen von Märklin. Die Abmessungen des Modells sind schon gute Voraussetzungen für ein ordentliches Gewicht. Die Vorbauten und Drehgestellrahmen aus Metall tragen ihren entscheidenden Teil dazu bei. Der direkt wirkende Antrieb der Motorwelle auf die Drehgestelle ermöglicht bei einem geschmeidigen Motor einen geräuscharmen Lauf.

Tatsächlich, meine Epoche III E 94 lief schon aus der Packung heraus dank fünfpoligen Motors sehr ruhig. Es reizte mich dennoch, aus der Lok das Maximum herauszuholen. Die recht hohlen Vorbauten ermöglichen eine grosszüglige Auskleidung mit Blei. Ebenso die hohe Dachhaube und Teile des Dachs - hier ergibt sich eine besonders gute Geräuschdämpfung. So ergab die Nachrüstung ein zusätzliches Gewicht von 8 Gramm, die das Modellgewicht auf satte 44 Gramm treiben. Kontaktprobleme und mangelnde Zugkraft sind diesem Zugpferd weitgehend fremd. In den Drehgestellen mildern Hauptzahnräder aus Kunststoff die Schwingungsübertragung. (Märklin E223493)

Die hellen, schnarrenden Fahrgeräusche, die so typisch für Z-Lokomotiven aus dem Hause Märklin sind, weichen mit diesen Änderungen einem ruhigen Fahrgeräusch, das sogar an die originale E 94 erinnern könnte. Was jetzt noch fehlt, sind optische Nacharbeiten, die das Modell noch weiter aufwerten.