Der Taschenwagen Sdgkms findet sich seit geraumer Zeit im Programm von Märklin. Das Modell bietet auch heute noch einen durchaus gelungenen Kompromiss aus
Stabilität, Filigranität und Betriebssicherheit. Auch die Nachbildung der Y25-Drehgestelle kann überzeugen. Nicht berücksichtigt wurden jedoch die beim Vorbildwagen
T1 deutlich kleineren Räder mit einem Laufkreisdurchmesser von 760 bis 830 mm. Zusammen mit den zu grossen und metallisch glänzenden Metallradsätzen, welche
lange Zeit montiert wurden ergab sich eine wenig überzeugende Optik im Fahrwerksbereich. Diese lässt sich allerdings in einfacher Weise stark verbessern.
 

Bei den Vorbildwagen, fotografiert am Bahnhof Brenner, ist der Unterschied auf diesem Bild zumindest zu erahnen. Die T1-Taschenwagen wurden mit flach bauenden
Drehgestellen ausgerüstet, um das Lichtraumprofil auch mit grossen Sattelaufliegern einhalten zu können.
 

Die Radsätze im Vergleich: Links Märklin mit einem Laufkreisdurchmesser von 4.4 mm, was 968 mm im Vorbild entspricht. Üblicherweise haben die allermeisten
Wagen beim Vorbild  einen Raddurchmesser von ca. 900 mm. Die Märklin-Räder sind also eher etwas zu gross. Rechts Radsätze von Full Throttle, welche eigentlich
zum Austausch der Micro Trains Kunsstoffradsätze vorgesehen sind. Hier beträgt der Durchmesser der Räder 3.8 mm, was einem Vorbildmass von 836 mm entspricht.
Feiner ist zudem der eigentliche Radreifen und auch die Spurkränze sehen weniger nach "Pizzaschneidern" aus.
 

In der Seitenansicht ist der Unterschied bei montierten Radsätzen gut zu sehen. Das Drehgestell mit den kleineren Rädern wirkt "luftiger". Über die optische Wirkung
einer Tieferlegung um 0.3 mm mag man sich streiten - der Unterschied ist marginal, aber dennoch wahrnehmbar.
 

Auch in der Gesamtansicht dieses Bildes ist der Unterschied kaum zu sehen, was auch an der fehlenden dritten Dimension des Fotos liegt. In der realen Z-Welt liegen
die Wagen einfach etwas "satter" auf den Schienen. Die Betriebssicherheit ist mit den Full Throttle-Achsen übrigens perfekt. Die Achsen passen perfekt auch in die
Märklin-Drehgestelle, haben dabei einen Hauch mehr Spiel als die Originale - die Wagen laufen deswegen auch noch leichtgängiger. Bei den Kupplungen ist der
Unterschied im Rahmen der normalen Toleranz. Die Julierbahn ist ein wahrlich adäquates und nicht einfaches Terrain und die umgerüsteten Wagen bewähren
sich hier seit Jahren.
 

Ein Wort zum Preis: In der grössten Verpackungseinheit kommt ein Radsatz z: B. bei Zscale Monster Trains auf 75 US-Cent. Ein einziger dunkel vernickelter Märklin-
Radsatz kostet also mehr, als die Ausrüstung für einen Sdgkms! Und nicht nur das: Wenn der umzurüstende Taschenwagen schon die dunkel vernickelten Räder hat,
gewinnt man durch die Aktion günstige Tauschachsen für ältere Modelle.
Deren Gesamteindruck gewinnt mit den dezenten Rädern enorm, hier als Beispiel ein älterer G10...
 


..oder ein EW IV der BLS!