Märklin hat bei den Modellen der V 200.0 die hinter den grossen Fenstern gut sichtbaren Maschinenräume durch bedruckte Folien wiedergegeben. Diese Drucke
erinnern in ihrer einfarbigen Art aber eher an technische Zeichnungen. Der Maschinenraum erscheint zudem auffällig hell, was der Lok einen irgendwie unruhigen
Farbcharakter verleiht.  Beim Vergleich mit verschiedenen Vorbildaufnahmen aus meiner Literatur und dem Internet zeigte sich, dass die Maschinenräume je nach
Lokseite unterschiedlich aussehen. Trotz gutem Ansatz aus Göppingen besteht hier also ein gewisser Handlungsbedarf.
 

Die Maschinenraumnachbildung, wie sie sich ab Werk präsentiert: Wiedergegeben ist beidseitig die Nachbildung mit der Armaturentafel und verschiedenen
Aggregaten.
 

Die Märklin-Grafik im Vergleich zu meiner Seite mit den auffälligen Rohren. Als Material habe ich Fotopapier verwendet und beim Drucken die höchstmögliche
Qualität. Beim Papier sollte man auf möglichst dünnes zurückgreifen. Hochwertig sollte es allerdings sein, sonst wirkt der Druck nachher grob. Eine enorme
Tiefenwirkung entsteht erst durch die Kontraste der Grafik und das eher dunkle Gesamtbild.
 

Bevor die neue Grafik montiert wird, muss die alte weichen. Also erst mit einer Pinzette etwas anheben und abziehen...
 

...dann mit den blossen Fingern wegziehen. Die Folie war recht gut fixiert.
 

Zum Vorschein kommt eine Mischung aus Öl und Klebstoffresten. Diese muss weg. Mit einem feinen Pinsel wurde Verdünner aufgetragen.
 

Nach einigen Sekunden ist alles angelöst.
 

Man kann die Mischung nun mit einem weichen Tuch entfernen.
 

Das Chassis ist nun sauber und bereit für die neuen Grafiken.
 

Es lohnt sich, beim Ausschneiden sorgfältig zu arbeiten. Eine exakt ausgeschnittene Grafik erleichtert deren Platzierung.
 

Vor der Montage versehe man die Rückseite mit Klebstoff. Der Klebestift genügt in Sachen Haftung völlig.
 

Bei der Montage darauf achten, dass die Fensterbereiche sauber und unbeschädigt bleiben. Auf diesem Bild ist die Grafik ideal ausgerichtet.
Als oberer Orientierungspunkt dient die Platine. Hier darf die Grafik ganz leicht überstehen. Die Motorwanne dient als Längsorientierung.
 

Die fertigen Modelle: Welche Maschinenraumgrafik wohin kommt, das ist im PDF-Dokument auf den Grafiken ersichtlich. Wir orientieren uns hier an den
Führerstandsnummern. Seite 1 komt zum Führerstand 1, Seite 2 entsprechend zum Führerstand 2.
 

Die Lok gewinnt in unerwartet hohem Mass von den neuen Grafiken. Fast könnte man meinen, die Maschinenräume seien tatsächlich dreidimensional ausgeführt.
Und auch die komplette Farbgebung des Modells profitiert von der grundsätzlich dunkleren Grafik.