Fotos von Karl Arne Richter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (DRG) begann Anfang der dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts mit der Beschaffung und Erprobung der ersten Kleinlokomotiven. Dabei wurden gerade die ersten Loks genutzt, um die sinnvollste und für den täglichen Gebrauch am besten geeignete Konstruktion ausfindig zu machen. Die Entwürfe der einzelnen am Bau beteiligten Firmen wichen teilweise deutlich voneinander ab. Mehr bei deutsche-kleinloks.de...


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Man mag es gar nicht glauben - dies ist ein Z-Modell! Eigentlich weist gar nichts auf den Massstab 1:220 hin. Gut, die Lok auf dem Vorbildfoto wirkt noch filigraner aber tatsächlich sind nicht mal die Materialstärken wirklich entlarvend. Die Proportionen des grossen Vorbilds werden ausserordentlich überzeugend wiedergegeben und die Detaillierung spricht für sich. Dr. Andreas Scheibe von Z-Modellbau hat grosses Kleines vollbracht.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum gelungenen Eindruck trägt auch die Kupplung bei. Unauffällig, betriebssicher und somit eine geniale Lösung für dieses Modell.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorbildlich: Auch die echten Köf's wurden auf verschlafenen Nebenbahnen für kurze Übergaben genutzt. Und das Modell ist mindestens so zuverlässig wie Märklins 89er. Einer Streckenfahrt steht nichts im Weg.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von nahem betrachtet wirken die Nieten eher grob. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Grobe oder keine. Mit blossem Auge relativiert sich das schnell und die Nieten wirken einfach nur gut - wenn sie feiner wären, würde man sie nicht wahrnehmen. Die unbestechliche Kameralinse entlarvt jeden Fehler erbarmungslos. Und die perforierte Umrahmung des DB-Kekses als Fehler zu bezeichnen, wäre schlicht bösartig. Erstens sind wir hier an der Grenze des Machbaren und zweitens ist es in der Realität nicht zu sehen.


 

 

 

 

 

 

 

Und die Anderen? Machen wir doch mal eine 'Kleinlokparade'... Von links: Kö I von Railex, Köf II von Railex, Tm II von Freudenreich/ZettZeit, Köf II von Z-Modellbau, Klv 51 von Railex.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Grössenunterschied: Welche hat die richtige Grösse? Zuerst dachte ich, die Z-Modellbau Köf sei vielleicht aufgrund des Antriebs etwas grösser ausgefallen. Die Schiebelehre und weitere Recherchen brachten aber das Gegenteil hervor.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe leider keine Zeichnung für die Köf auftreiben können. Anhand einiger Vorbildfotos und des BRAWA - H0-Modells würde ich die Köf von Z-Modellbau als annähernd massstäblich bezeichnen. Bei der Railex-Variante ist der Grundrahmen eindeutig zu breit. Dies fällt aber nur im direkten Vergleich auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Länge der Neuheit ist nahezu massstäblich, mit etwas längeren Puffern würde sie exakt stimmen. Die Railex-Köf ist hingegen trotz längerer Puffer ca. 1.5 mm zu kurz. Nun, immerhin liegen zwischen den Modellen ca. 20 Jahre Entwicklungsgeschichte und eine gänzlich unterschiedliche Fertigungstechnik. In der Detailausführung kann die Railex dem neuen Modell nicht das Wasser reichen.

 

 

 

 

 

 

 

Während die beiden IIer noch einigermassen zusammenpassen, fällt die ausgeprägte Hochbeinigkeit der Kö I auf. Hier wurden die Achsen definitiv zuwenig im Rahmen versenkt und die Räder sind evtl. auch eine Spur zu gross. Auch hier macht das erst der Vergleich deutlich.

 

 

 

 

Eine Köf ohne Geisterwagen, aber mit dem Zug in Bewegung - das hat was! Die angehängte Komposition wurde in der Ebene anstandslos befördert. Und das bei einem Lokgewicht von 10 Gramm...